Schulungen

 

Stärken Sie Ihre Kompetenz im Bereich der Hydraulik und lernen Sie hierzu die Grundlagen der Hydraulik und die Systemauslegung und Modellierung kennen. Erfahren Sie die Eigenschaften und Möglichkeiten hydraulischer Komponenten, Fluide und Systeme, um eigenständig Systeme beschreiben und auslegen zu können.

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Marcel Rückert

Oberingenieur

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+49 241 80 47702

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Kursinhalte

Teil 1: Grundlagen der Hydraulik:

  • Fluidtechnik und physikalische Grundlagen
  • Fluide in der Hydraulik
  • Pumpen, Motoren und Zylinder
  • Ventile
  • Hydraulische Systeme

Teil 2: Aufbau und Modellierung hydraulischer Systeme

  • Anwendungen
  • Komponenten und mathematische Beschreibung
  • Hydrostatische Lenk- und Fahrantriebe
  • Regelung hydraulischer Systeme
  • Systeme mobiler Arbeitsmaschinen
 

Teilnehmendenkreis

Sie sind IngenieurIn, AnwenderIn, Führungskraft, LieferantIn aus den Bereichen Mobilhydraulik, Fluidherstellung oder aus der Baubranche.

 

Motivation

Hydraulische Systeme, wie sie beispielsweise bei Mobilbaggern oder stationären Pressen vorzufinden sind, werden zur hohen Leistungsübertragung eingesetzt. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung von hydraulischen Systemen wird auf dem gesamten Gebiet der Hydraulik intensive Forschung betrieben, die zu einer stetigen Optimierung von Hydrauliksysteme führt. Mit der Schulung sollen den technikaffinen Teilnehmern ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise sowie der Auslegung von Hydrauliksystemen vermittelt werden. Dabei wird die Schulung in die Teilbereiche „Grundlagen der Hydraulik“ sowie „Aufbau und Modellierung hydraulischer Systeme“ unterteilt.

Die Schulung ist herstellerunabhängig ausgerichtet und betrachtet alle möglichen Anwendungsfelder der Hydraulik.

Die Schulung „Hydraulik“ setzt sich aus den beiden Teilbereichen „Grundlagen der Hydraulik“ und „Aufbau und Modellierung hydraulischer Systeme“ zusammen.

 

Inhalt

Schulung Foto Urheberrecht: ifas

Teil 1: Grundlagen der Hydraulik

Im ersten Teilbereich werden zunächst die Grundlagen der Hydrostatik und Hydrodynamik insoweit behandelt, dass Durchflussgleichungen verwendet und Strömungskräfte hydraulischer Komponenten berechnet werden können. Dabei wird auf die mathematische Herleitung der physikalischen Gesetzmäßigkeiten im Rahmen der Schulung weitestgehend verzichtet. Da die Wahl des Druckübertragungsmediums mit zunehmender Sensibilisierung für umwelttechnische Fragestellungen eine immer größer werdende Rolle spielt, werden anschließend neben dem klassischen Mineralöl auch Aufbau und Eigenschaften biologisch abbaubarer und schwerentflammbarer Fluide behandelt. Die Komponenten für den Aufbau hydraulischer Schaltungen wie Pumpen, Ventile sowie Zylinder werden im Rahmen der Schulung ausführlich beleuchtet. Dabei soll den Teilnehmern ein Überblick über die bekannten Pumpen- und Ventilbauarten vermittelt werden. Abschließend werden im ersten Teilbereich der Hydraulikschulung diverse hydraulische Verschaltungen analysiert und deren Funktion beschrieben. Dazu werden u. a. komplexe Schaltpläne intensiv besprochen. Der Teilnehmer ist anschließend in der Lage, die wirkweise hydraulischer Komponenten sowie hydraulischer Systeme zu verstehen.

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Teil 2: Aufbau und Modellierung hydraulischer Systeme

Der zweite Teilbereich setzt fort mit dem Aufbau und der Modellierung hydraulischer Systeme. In diesen Bereich werden angepasst auf die Interessen der Teilnehmer die Themengebiete der geregelten Systeme und mobiler Systemarchitekturen behandelt.

Option 2a: Modellierung und Regelung hydraulischer Systeme

Das Thema beginnt mit Anwendungsmöglichkeiten geregelter hydraulischer Systeme. Anhand praktischer Anwendungsbeispiele werden die Möglichkeiten geregelter Systeme anschaulich erklärt und Herausforderungen in der Auslegung geregelter Systeme aufgezeigt. Aufbauend darauf werden die gängigen hydraulischen Komponenten vorgestellt und die dazu notwendigen mathematischen und physikalischen Zusammenhänge vermittelt. Es werden systematische Regelungskonzepte von hydraulischen Antrieben erläutert und an praktischen Beispielen wie Servolenkungen oder Pumpenreglern im Detail elaboriert. Die üblichen Reglerkonzepte, von der Kraft-, Momenten- und Druckregelung über die Geschwindigkeits-, bis hin zur Positionsregelung werden dabei detailliert näher gebracht. Ein Fokus liegt auf der Modellierung der einzelnen Komponenten in einem Wirkungsplan und der anschließenden Analyse der resultierenden Übertragungsfunktionen.

Option 2b: Mobile Systemachitekturen

Der Schulungsteil der mobilen Architekturen beginnt mit der Vorstellung von verschiedenen mobilen Arbeitsmaschinen und deren Systemen. Die Systeme der mobilen Arbeitsmaschinen werden nach ihren Eigenschaften systematisch klassifiziert und funktional erläutert. Es werden in dem Schulungsteil Lenk- und Fahrsysteme von mobilen Arbeitsmaschinen aufgearbeitet. Hierbei werden auch die im PKWs und LKWs gängigen hydraulischen Servolenkungen erklärt und danach mit den Lenksystemen von Nutz- und Baufahrzeugen, welche oft auf einer vollhydrostatischen Lenkung basieren, fortgesetzt. Es werden die verschiedenen Konzepte der hydraulischen Leistungsübertragung im Antriebsstrang von Fahrzeugen, vom vollhydrostatischen Fahrantrieb über hydraulisch-mechanisch-leistungsverzweigte Getriebe bis hin zu modernen Hybridkonzepten, welche in der Lage sind Energie zu rekuperieren, behandelt. Einen Schwerpunkt setzt der Schulungsteil in den hydraulischen Antriebssystemen von mobilen Maschinen. Es werden Open-Center Systeme mit positiver oder negativer Volumenstromregelung, Closed-Center-Systeme sowie lastunabhängige Systeme ausführlich behandelt. Der Fokus liegt hierbei darauf, den Teilnehmern zu ermöglichen herstellerunabhängig zwischen den verschiedenen Systemtypen zu unterscheiden und diese grundlegend hinsichtlich ihrer systembedingten Funktionalität bewerten zu können.

 

Interesse?

Sind sie an Schulungen hydraulischer Systeme interessiert? Das ifas bietet an Schulungen direkt bei Ihnen oder in den Seminarräumen am ifas in Aachen durchzuführen. Teilen Sie uns ihre spezifischen Interessen mit, sodass wir den Fokus der Schulung individuell auf die Teilnehmer der Schulung anpassen zu können. .

Vorgeschlagene Teilnehmerzahl: 6 - 14

Dauer der gesamten Schulung: 2 Tage

Materialien: Den Schulungsteilnehmern werden Unterlagen zu den Themenbereichen der Grundlagen der Fluidtechnik und der Modellierung hydraulischer Systeme bereitgestellt.