print Seite drucken

Intelligenter 2-Backengreifer

Kontext

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Transferbereiches 34 erfolgt am IFAS in Zusammenarbeit mit der Festo AG & Co. aus Esslingen die Prototyp-Entwicklung eines intelligenten pneumatischen 2-Backengreifers. Dieses Transferprojekt ist aus dem Sonderforschungsbereichs 368 "Autonome Produktionszellen" entstanden. Unter dem Begriff der „Autonomen Produktionszelle" versteht man Produktionsanlagen, die aufgrund einer wesentlich erweiterten Funktionalität und Leistungsfähigkeit in der Lage sind, komplexe Bearbeitungsprozesse mit einem maximalen Grad an Selbständigkeit durchzuführen

Ziele

Ziel des Transferbereiches ist die Entwicklung eines Prototypen eines intelligenten 2-Backengreifers, dessen Backen sich unabhängig voneinander bewegen können. Durch den zusätzlichen Freiheitsgrad des Prototypen gegenüber einem herkömmlichen 2-Backen-Parallelgreifer soll die Flexibilität des Greifsystems deutlich erhöht werden. Um den Greifer-Prototypen betreiben zu können, müssen die Backen sowohl kraft- als auch weggeregelt verfahren werden. Hierzu ist eine Sensorik- Integration in den Prototypen erforderlich. Die durch diese Sensoren vorhandenen Informationen über den Zustand des Greifers können für weitere Funktionen genutzt werden. Neben einer Greiffehlerüberwachung – wie z.B. die Detektion des Fehlens eines Greifobjektes, das Abrutschen oder Zerstören des Greifobjektes – wird auch ein „taktiles“ Greifen ermöglicht, d.h. die Aufnahme eines Werkstückes bei nicht genau definierter Lage. Dabei soll der Prototyp jedoch so kostengünstig realisiert werden, dass eine spätere Umsetzung als Serienprodukt eine hohe Marktakzeptanz erhoffen lässt. Zur Steigerung der Marktakzeptanz soll ein herstellerunabhängiges Busprotokoll für pneumatische Greifer einen Beitrag leisten. Hierdurch soll erreicht werden, dass auf dem neu entstehenden Markt der intelligenten Greifer ein einheitlicher Standard etabliert wird. Durch die erweiterte Funktionalität des zu entwickelnden Greifer-Prototypen sind die Anforderungen an die Ansteuerung wesentlich komplexer als üblich, d.h. sie muss gegenüber marktüblichen Greifern intelligenter sein. Ziel ist es, die nötige Steuerungs- und Regelungsintelligenz auf den Greifern zu installieren und diese mittels standardisierter Befehle über das herstellerunabhängige Busprotokoll anzusprechen.

Intelligenter 2-Backengreifer
Bild: Intelligenter 2-Backengreifer
Seite drucken print