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Fördervereinigung Fluidtechnik e.V. HP
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Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen der RWTH Aachen

Steinbachstraße 53
D-52074 Aachen

Telefon: +49 241 / 80 275 12
Telefax: +49 241 / 80 221 94

E-Mail:
post@ifas.rwth-aachen.de


Neuigkeiten
09.05.2016
Update zur Brandsituation - Wiedereröffnung der Halle 2
Früher als erwartet konnte das IFAS Anfang der Woche mit allen Mitarbeitern die kleinere Versuchshalle 2 wiedereröffnen, sodass in diesem Bereich ab sofort wieder geforscht werden kann.
Damit einhergehend ist die die Zugänglichkeit des großen Seminarraumes und der Bibliothek wieder gegeben.



06.04.2016
Update zur Brandsituation - Rückbau der Lüftungsanlage in vollem Gange / Infrastruktur zum Teil wieder in Betrieb
Der Rückbau der über die Brandfläche ragenden Lüftungsanlage ist abgeschlossen. Voraussichtlich bis Mitte April wird auch der auf dem Hallendach des IFAS befindliche Teil entfernt sein. Die hierzu nötigen Vorarbeiten sind bereits in vollem Gange. Im Bereich der vollkommen zerstörten Halle unseres Nachbarinstituts WZL sind die Rückbau- und Aufräumarbeiten fast abgeschlossen.
Die Infrastruktur der IFAS-Halle ist zu Teilen wieder aktiv. Die Sanierung der elektrischen Versorgung und Verteilung ist bereits in Planung. Diese Arbeiten werden jedoch noch Zeit in Anspruch nehmen. Die Wiederinbetriebnahme des Druckluftnetzes, der Wasserversorgung und der Heizkörper sind größtenteils abgeschlossen. Die zentrale Kühlwasserversorgung für Prüfstände und Aggregate wird in Kürze folgen.
Die Reinigung der Halle und der Prüfstandmesstechnik ist zu weiten Teilen abgeschlossen. Die Wiederinstallation der Prüfstandmesstechnik, welche extern gereinigt wurde, ist in Arbeit. Ein Großteil der Halle steht somit zur Endabnahme der Reinigungsarbeiten bereit, welche sich an die im Umfeld noch anstehenden größeren Sanierungsarbeiten anschließen wird.


10.03.2016
Update zur Brandsituation - Die Reinigung geht voran
Aufgrund des schnellen Fortschritts der Reinigung sowohl des Gebäudes als auch des Inventars konnte bereits die Halle 1 des IFAS dekontaminiert und durch zusätzliche Isolationsmaßnahmen in Abstimmung mit dem begutachtenden Chemiker als Gefährdungsbereich 0 eingestuft werden. Die fortlaufenden Reinigungsarbeiten beziehen sich nun auf Schaltschränke, die Prüfkammern und die darin befindlichen Prüfstände sowie auf sonstige im Umfeld der Halle befindliche Räume. Erste Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme der Infrastruktur sind ebenfalls in vollem Gange. Parallel hierzu wurde Anfang der Woche unter Nutzung schweren Geräts mit den Aufräumarbeiten im Bereich der vollkommen zerstörten Halle unseres Nachbarinstituts WZL begonnen.



25.02.2016
Update zur Brandsituation - Stand der Sanierungsarbeiten
Parallel zur laufenden Inventarsanierung wurde durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW nunmehr auch die Sanierung des Gebäudes beauftragt und von der Firma BELFOR begonnen. Die Maschinensanierung in Halle 1 wurde während dessen nahezu vollständig abgeschlossen. Eine Begehung der Örtlichkeiten durch ein Planungsbüro für die Wiederinbetriebnahme der Infrastruktur verspricht die baldige Wiederaufnahme der regulären Arbeiten in unserer Versuchshalle - zunächst im Notbetrieb, um dann Schritt für Schritt zum Normalbetrieb kommen zu können.

18.02.2016
Update zur Brandsituation - Freigabe des Statikers
Mittlerweile wurden alle betroffenen IFAS-Räumlichkeiten durch den Statiker geprüft und freigegeben. Einzig der Zugang zum Schallmessraum ist im durch den Brand zerstörten Bereich des WZL gelegen, sodass erst nach den dort benötigten Aufräumarbeiten ein Zutritt möglich wird. Aufgrund der erfolgten Freigabe können in den nächsten Tagen die Schäden an zentralen Bereichen des Gebäudes analysiert sowie die notwendigen Schritte zur Wiederherstellung der Infrastruktur festgelegt werden.

15.02.2016
Update zur Brandsituation - Bilder der Hallensituation
Die Reinigungsarbeiten sind in vollem Gang.



11.02.2016
Update zur Brandsituation
Die Freigabe unserer Versuchshalle bezüglich der Statik ist erfolgt. Somit konnten die Reinigungsarbeiten und die chemische Neutralisierung durch die vom Versicherer und von der RWTH beauftragten Firma BELFOR DeHaDe GmbH begonnen werden. Eine vorläufige Einstufung der Haupthalle 1 in Gefährdungsklasse 1 bis zum Vorliegen des chemischen Gutachtens bestimmt zur Zeit die Reinigungs- und Neutralisierungsarbeiten.
Die angebauten Prüfkammern und die in der ersten Etage der Halle 1 befindlichen Büro- und Laborräume sind zum Teil in Gefährdungsklasse 2 eingestuft und sind von der Statik noch nicht frei gegeben. Für die weniger betroffene Halle II (Anbau) liegt ebenfalls noch kein Chemiegutachten vor. Zum Glück ist der Keller bei den Löscharbeiten trocken geblieben. Die Freigabe der Statik der weiteren IFAS Laborräume steht aus und die schrittweise Wieder-Inbetriebnahme der Infrastruktur muss voran getrieben werden.

07.02.2016
Mitteilung an unsere Freunde, Förderer, Kunden, Mittelgeber und Verbände zum Großbrand im Nachbargebäude am 4.2.2016
27.07.2016
Wolfgang Backé verstorben († 21. Juli 2016)
Kurz vor Eintritt ins 88. Lebensjahr erlag er seiner schweren Krankheit

Am 21. Juli 2016 verlor die Fluidtechnik mit em. Univ. Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Wolfgang Backé einen herausragenden Forscher, Verfechter und Fürsprecher der Hydraulik und Pneumatik. Wie kein anderer widmete er sein Leben der Entwicklung der Fluidtechnik. Die Entscheidung fiel früh mit dem Studium des Maschinenbaus an der RWTH Aachen mit Vertiefung der Fertigungstechnik und Promotion 1959 bei Prof. Opitz am WZL und weitere Qualifizierung durch Erstellung einer Habilitationsschrift zu Strömungskräften im Jahre 1962.

Nach Oberingenieurszeit am WZL und anschließender mehrjähriger industrieller Tätigkeit als Entwicklungsleiter bei der Firma Rheinstahl Wagner, mit der Venia Legendi für das Lehrgebiet „Ölhydraulische Steuerungen und Antriebe“ in Aachen, wurde der am 25. Juli 1929 geborene Wolfgang Backé 1968 auf den neu gegründeten Lehrstuhl für hydraulische und pneumatische Antriebe und Steuerungen (IHP) der RWTH Aachen berufen und zum Direktor des gleichnamigen Institutes, dem heutigen IFAS, benannt. Er leitete das Institut bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1994 und führte es zur größten und anerkanntesten Institution auf dem Gebiet der Fluidtechnik mit nationalem und internationalem Renommee und hervorragendem weltweiten Ruf.
Kollege Backé war Wissenschaftler aus vollster Überzeugung und dabei insbesondere der Fluidtechnik wie kein anderer verbunden. Er brachte durch seine Schaffenskraft die Fluidtechnik in Deutschland, Europa und Übersee voran. Im akademischen wie industriellen Umfeld verhalf er ihr durch vielfältige Beratungstätigkeit und Mitwirkung in Aufsichtsräten zu nationaler und internationaler Anerkennung. So schmiedete er früh Netzwerke, die bis heute einmalig sind und von den folgenden Wissenschaftlergenerationen weiter genutzt und ausgebaut wurden. Wichtig ist mir dabei hervorzuheben, dass sich diese Netzwerke auch ins soziale Umfeld mit aktiver Einbindung der Partner erstreckten. So waren viele Auslandsaufenthalte, Konferenz- und Industriebesuche von den Familien mitgetragen, sie brachten sich aktiv ein, und man nannte den Verbund inoffiziell die „Fluid Power Gang“.

Sein Wissen vermittelte er durch Lehre sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Grundlagen- und Anwendungscharakter an heranwachsende Studierende und Ingenieursgenerationen. Auch in seiner Emeritierungszeit nahm er noch aktiv am wissenschaftlichen Leben teil und publizierte unermüdlich weiter.

Er führte 124 Doktoranden zur Promotion. Viele ehemalige Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter sind heute in namhaften Positionen in der Branche tätig. Einige kehrten an Universitäten und Fachhochschulen zurück und geben das von ihm vermittelte Wissen an den Ingenieursnachwuchs weiter. Beispiele aus Übersee sind Prof. Lu, der u.a. die Zhejiang University in Hangzhou leitete, und Prof. Chung-O Lee, der lange Zeit Minister für Forschung und Technologie in Südkorea war.
Kontakte und Partnerschaften mit anderen Instituten in Amerika, Asien, Australien und Europa zeugen von der weltweiten Anerkennung in der Branche. Innerhalb der RWTH Aachen forschte er interdisziplinär durch Leitung von und Mitarbeit in Sonderforschungsbereichen. Diese Arbeiten wurden durch die Gemeinschaftsforschungsaktivitäten der Fachgemeinschaft Fluidtechnik im VDMA ausgebaut. Dazu gehörten Themen fluidtechnischer Antriebe in der Industrie- und Mobilhydraulik, der Automatisierungs- und Medizintechnik. Neben diesen Aktivitäten für sein Fachgebiet engagierte er sich in der akademischen Selbstverwaltung der Universität. So war er Dekan der Fakultät für Maschinewesen in den Jahren 1974 und 1975. Nicht zuletzt aufgrund des in Aachen durch ihn aufgebauten Forschungsschwerpunktes und die weitere Weichenstellung bei Berufungen und folgenden Forschungs- und Lehraktivitäten erreichte die deutsche Fluidtechnik heute einen hohen technischen Stand.
Zur Förderung von Infrastruktur, Durchführung nationaler und internationaler Kolloquien gründete er mit namhaften Vertretern aus der Branche einen Förderverein, die heutige Fördervereinigung Fluidtechnik e.V., Aachen. So konnte er mit dem zweijährig stattfindenden AFK - dem heutigen IFK - 1974 die erste internationale Konferenz auf dem Gebiet der Fluidtechnik ins Leben rufen.
Neben zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Ehrungen, u.a. durch Ehrendoktorwürden und Ehrenprofessuren erhielt er 1988 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 1997 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.
Mit seinem Tod verliert das Institut - und mit ihm die Fördervereinigung Fluidtechnik e.V. - seinen hochgeschätzten Wissenschaftler und Begründer sowie einen ausgezeichneten Lehrer.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau, Rosi Seiz-Backé, und seiner Familie. Wir werden unserem Mentor stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Aachen, im Juli 2016
Hubertus Murrenhoff




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Univ.-Prof. Dr.-Ing. H. Murrenhoff

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